Flash

Über Flash

FLASH untersucht das Lichtdesign in der Automobilindustrie und bietet dir die Möglichkeit, die Lichtgestaltung verschiedener Marken zu vergleichen und die individuellen Designstrategien zu erkennen.

Immer mehr Automobilhersteller legen großen Wert auf die Gestaltung der Scheinwerfer. Auch du hast mit Sicherheit schon mal einen dynamischen Blinker gesehen oder den Hersteller eines Fahrzeuges anhand der Lichtgestaltung erkannt. Eines ist klar: Der Nutzen der Scheinwerfer geht über das ausleuchten der Straße hinaus, vielmehr entwickeln sie sich zu einem eigenen Kommunikationsmedium. Doch was wird über das Licht kommuniziert? Woher kommt dieser Trend? Und welche Aufgaben könnten die Scheinwerfern in Zukunft übernehmen?

Das alles kannst du jetzt herausfinden! FLASH zeigt dir das Lichtdesign gleicher oder unterschiedlicher Marken und hilft dir dabei, sie miteinander zu vergleichen. Durch die einheitliche Darstellungsweise mit dem Fokus auf dem Scheinwerfer, bietet FLASH dir die Möglichkeit, einen objektiven Vergleich anzustellen. Beginnen wir mit der Beobachtung. Du kannst zu jeder Marke zunächst die Modelle und anschließend bestimmte marken- oder modelltypische Details in der Lichtgestaltung ansehen. Um besser zu verstehen, für welche Werte eine Marke steht und durch was sie sich auszeichnet, sind die Ergebnisse der Best-Cars-Studie* abrufbar. So bekommst du eine Idee, welchen Eindruck die Lichtgestaltung beim Betrachter erreichen soll.

Transparent

Das Ziel von FLASH ist es, die Thematik leicht verständlich und völlig unbeeinflusst von jeglichen Herstellern aufzubereiten. Damit eine Vergleichbarkeit entsteht, wird jedes Design nach einem festgelegten Schema visualisiert.

Informativ

Auch wenn du dich bislang nicht mit dem Thema auseinandergesetzt hast, kannst du sehr schnell verstehen, worum es geht. Ließ dir nach deiner ersten Betrachtung die Designstrategien durch – Vielleicht fällt dir selbst noch eine Regelmäßigkeit auf.

Interaktiv

Du bestimmst, wie du FLASH für dich nutzen kannst. Entscheide, über welche Marken du gerne etwas erfahren würdest und stelle Vergleiche an, die dich interessieren. FLASH lädt dazu ein, selbst noch weitere Beobachtungen anzustellen.

Marken

FLASH ist noch ein Prototyp. In Zukunft sollen alle relevanten Hersteller aus der Automobilindustrie eingepflegt werden. Zum aktuellen Zeitpunkt sind Informationen zu sieben europäischen Herstellern aufrufbar und vergleichbar.

Audi

Modelle

A8

A7

A5

A3

e-Tron Quattro

Showcars

Audi Aicon

Sowohl in der Front als auch im Heck verzichtet der Audi Aicon auf herkömmliche Scheinwerfer und Leuchteinheiten. Stattdessen gibt es komplett digital bespielbare Displayflächen, die aus hunderten dreieckigen Pixel-Segmenten bestehen. Die großen Flächen und die hohe Anzahl der Pixel erlauben vielfältige Grafiken, Animationen und Informationsdarstellungen in allen Farben. Der Audi Aicon ist damit nicht mehr an statische Tagfahrlicht-Optik gebunden, sondern passt sich Fahrsituationen und sogar seinen Passagieren an. Horizontal geschnittene Leuchtsegmente rechts und links des Singleframe wirken wie Augen und lassen sich zu großen Pupillen weiten oder aggressiv zukneifen. Erkennt er Passanten oder andere Verkehrsteilnehmer, nimmt er regelrecht Blickkontakt zu ihnen auf und folgt ihnen mit den „Augen“.

Details

Eckige Formen

Die Formen der Lichtsignatur sind bei Audi sehr geradlinig und eckig gestaltet. Rundungen oder Kurven gibt es keine.

Spitze Winkel

Sehr oft kommen bei der Lichtgestaltung spitze Winkel zum Einsatz.

Ausrichtung zum Markensymbol

Die Lichtgrafiken sind auf das Markenemblem ausgerichtet und unterstützen damit das Markenbild.

Werte

gute Verarbeitung

fortschrittliche Technologie

hohe Zuverlässigkeit

hohe Sicherheit

gutes Image

gutes Design

Sportlichkeit

Umwelt-Freundlichkeit

Preis-Leistung

Bmw

Modelle

7er

5er

3er

1er

i3

Details

runde Form mit Ecken

Die traditionelle, runde Grundform wurde mit der Zeit durch verschiedene Winkel geschärft.

Traditionelle Grundform

Die Form der Lichtgrafik erinnert noch an den 1968 eingeführten Doppel-Scheinwerfer. Diese Optik gilt seitdem zusammen mit der Doppelniere als markenprägendes Merkmal für einen BMW.

Ausrichtung auf die Niere

Die Lichtgrafiken bilden zwei Fluchtlinien. Die erste Linie bildet die Beschnittkante oberhalb der runden Elemente. Die zweite Linie entsteht in der Mitte durch den horizontalen Strich an der Innenseite der Leuchte. Beide Linien treffen sich in etwa in der Mitte der berühmten BMW-Niere und heben diese stark hervor.

Werte

Sportlichkeit

fortschrittliche Technologie

gutes Image

gute Verarbeitung

hohe Sicherheit

gute Zuverlässigkeit

gutes Design

Umwelt-Freundlichkeit

Preis-Leistung

Mercedes-Benz

Modelle

S-Klasse

E-Klasse

C-Klasse

A-Klasse

Showcars

Mercedes-Benz EQA

Die Black-Panel-Fläche an der Front fungiert dabei als virtueller Grill und verändert je nach Fahrprogramm ihre Optik. Im Fahrprogramm „Sport“ bildet der Grill einen glimmenden Flügel im Horizontalformat ab, während im Modus „Sport Plus“ vertikale Streben im Stil eines Panamericana-Grills gezeigt werden.

Details

Runde Formen

Die Formen der Lichtsignatur sind bei Audi sehr geradlinig und eckig gestaltet. Rundungen oder Kurven gibt es keine.

Offene Winkel

Sehr oft kommen bei der Lichtgestaltung spitze Winkel zum Einsatz.

Ausrichtung zum Markensymbol

Die Lichtgrafiken sind auf das Markenemblem ausgerichtet und unterstützen damit das Markenbild.

Werte

hohe Sicherheit

gute Verarbeitung

hohe Zuverlässigkeit

fortschrittliche Technologie

gutes Image

gutes Design

Sportlichkeit

Umwelt-Freundlichkeit

Preis-Leistung

Peugeot

Modelle

508

Werte

Gute Preis-Leistung

gutes Image

gutes Design

hohe Zuverlässigkeit

Umwelt-Freundlichkeit

fortschrittliche Technik

gute Verarbeitung

hohe Sicherheit

Sportlichkeit

Renault

Modelle

Talisman

Werte

gute Preis-Leistung

gutes Image

gutes Design

Umwelt-Freundlichkeit

hohe Sicherheit

fortschrittliche Technologie

hohe Zuverlässigkeit

gute Verarbeitung

Sportlichkeit

Volkswagen

Modelle

Arteon

Passat

Golf

e-Golf

Showcars

Volkswagen I.D.

Der Volkswagen I.D. wird vollautonom fahren können. Die Scheinwerfer übernehmen dabei eine kommunikative Rolle zwischen dem Fahrzeug und anderen Verkehrsteilnehmern. Es singanlisiert dem wartenden Fußgänger, dass er wahrgenommen wird und wann die Straße frei ist für eine Überquerung.

Werte

gute Verarbeitung

hohe Zuverlässigkeit

gutes Image

hohe Sicherheit

fortschrittliche Technik

gutes Design

Umwelt-Freundlichkeit

Preis-Leistung

Sportlichkeit

Volvo

Modelle

V90

V60

Werte

hohe Sicherheit

gutes Image

gute Verarbeitung

hohe Zuverlässigkeit

gutes Design

fortschrittliche Technik

Umwelt-Freundlichkeit

Preis-Leistung

Sportlichkeit

Designstrategien

Jetzt hast du einen Überblick bekommen, wie verschiedene Marken bei der Lichtgestaltung vorgehen. Doch was wird denn jetzt über das Design der Lichter kommuniziert und wie stellen sich die Marken die Zukunft des Scheinwerfers vor?

Licht als Differenzierungsmerkmal

Mercedes-Benz nutzt die Lichtgestaltung, um zwischen den drei Baureihen C-Klasse, E-Klasse und S-Klasse zu differenzieren. Die Front der drei bekanntesten Baureihen von Mercedes-Benz sehen sehr ähnlich aus. Damit die S-Klasse sich auf der Straße trotzdem von der E-Klasse und die E-Klasse von der C-Klasse abgrenzt, wurde die Lichtgestaltung als Merkmal eingesetzt. Alle Modelle besitzen die typische "Boomerang-Form", jedoch hat die C-Klasse nur einen einfachen Bogen, die E-Klasse hat einen doppelten Bogen und die S-Klasse hat drei parallel verlaufende Bögen.

Diese Strategie wird eingesetzt bei:

Symbol für Elektromobilität

Elektromobilität steht für die Zukunft und für einen großen Wandel in der Automobilindustrie. Um diesen Wandel langsam einzuleiten, verkaufen einige Hersteller elektrifizierte Varianten ihrer normalen Modelle. Diese unterscheiden sich dann äußerlich nur minimal von den Modellen mit konventionellem Antrieb. Doch woran erkennt man dann ein Elektrofahrzeug? Neben einigen farbigen Applikationen oder dem fehlenden Auspuff erkennt man Elektrofahrzeuge vor allem sehr häufig an der veränderten oder ergänzten Lichtgestaltung. Der e-Golf hebt sich beispielsweise nur durch seine erweiterte Lichtgestaltung im unteren Bereich des Kühlergrills vom normalen Golf ab. Genauso hebt Audi sein Hybridfahrzeug A3 e-Tron oder Q7 e-Tron von den Modellen mit Verbrennungsmotor ab.

Diese Strategie wird eingesetzt bei:

Horizontale Homogenität

Die Lichtgestaltung kann dazu genutzt werden, die Markenzugehörigkeit deutlicher darzustellen. Die einzelnen Modelle unterscheiden sich in der Leuchtgrafik nur minimal und sind daran nicht eindeutig identifizierbar. Aber jedes Modell ist der jeweiligen Marke eindeutig zuordbar und mit jedem Modell assoziiert der Betrachter die Werte einer gesamten Marke.

Diese Strategie wird eingesetzt bei:

Ausrichtung der Scheinwerfer

Bei vielen Modellen ist die Leuchtgrafik so ausgerichtet, dass gedachte Linien auf das Markenemblem oder den Kühlergrill zeigen. Das Licht wird dazu genutzt, den Blick auf die markenprägenden Elemente zu lenken und wird damit selbst zum markenprögenden Gestaltungselement.

Diese Strategie wird eingesetzt bei:

Kommunikation über Licht

Sowohl in der Front als auch im Heck verzichtet dieses Auto auf herkömmliche Scheinwerfer und Leuchteinheiten. Stattdessen gibt es komplett digital bespielbare Displayflächen, die aus hunderten dreieckigen Pixel-Segmenten bestehen. Sie sind dem Audi AI-Symbol dreidimensional nachempfunden. Um den Singleframe herum gruppiert finden sich großflächige Lichtfelder, in denen – ebenso wie auch am Heck – mehr als 600 3D-Pixel in räumlicher Anordnung platziert sind. Die großen Flächen und die hohe Anzahl der Pixel erlauben vielfältige Grafiken, Animationen und Informationsdarstellungen in allen Farben. Der Audi Aicon ist damit nicht mehr an statische Tagfahrlicht-Optik gebunden, sondern passt sich Fahrsituationen und sogar seinen Passagieren an. Horizontal geschnittene Leuchtsegmente rechts und links des Singleframe wirken wie Augen und lassen sich zu großen Pupillen weiten oder aggressiv zukneifen. Erkennt er Passanten oder andere Verkehrsteilnehmer, nimmt er regelrecht Blickkontakt zu ihnen auf und folgt ihnen mit den „Augen“.

Diese Strategie wird eingesetzt bei:

Dynamische Blinker

Dynamisches Blinklicht wird als Symbolträger fortschrittlicher Technologie eingesetzt. Aber nicht nur der Grad der Digitalisierung wird darüber kommuniziert, sondern auch die dynamische Abstimmung des Fahrzeugs.

Diese Strategie wird eingesetzt bei:

Das Projekt FLASH ist im Sommersemester 2018 als Bachelorprojekt von Fabrice Diedrich an der Münster School of Design entstanden. Begleitet und betreut wurde es durch den Erstprüfer Prof. Dipl.-Des. Rüdiger Quass von Deyen und dem Zweitprüfer Prof. Dipl.-Kfm. Ralf Beuker. Ein besonderer Dank geht an Jörg Friedrich von der Car-Men GmbH für die Unterstützung bei der Strukturierung und Verfassung des Inhalts und an die Motorpresse Stuttgart für die Bereitstellung der Best-Cars-Studie 2018.